Es gibt Projekte, die nicht einfach beginnen – sie wachsen. Sie entstehen leise, zwischen Arbeit, Familie, Veränderungen und einem inneren Bedürfnis, Klarheit zu schaffen.
In den letzten Monaten arbeite ich neben meinen kreativen Aufträgen intensiv an meinem Buchprojekt INTERVALL. Ein Titel, der ganz bewusst gewählt ist: ein Zeitraum zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen Rückblick und Aufbruch.
Dieses Buch ist kein chronologischer Lebenslauf. Es ist eine Sammlung von Fragmenten, Erinnerungen, Bildern und Gedanken. Manche davon ruhig und reflektiert, andere roh, direkt, ungefiltert. So, wie das Leben selbst.

Die Arbeit daran ist für mich ein Prozess der Reduktion – ähnlich wie im Design und in der Fotografie. Ich suche nach dem Wesentlichen, nach der Linie, die bleibt, wenn alles Überflüssige entfernt ist.
Die Seiten des Buches verbinden Text und Fotografie. Sie erzählen von Herkunft, Identität, Unternehmertum, Krisen, Entscheidungen und Wiederanfängen. Von Licht und Schatten. Von dem, was trägt und dem, was man loslassen muss.
Die beiden Bilder, die ich hier zeige, geben einen ersten Einblick:
Das Cover zeigt eine reduzierte, fast skulpturale Schwarz-Weiß-Ästhetik – ein Körper, anonym, verletzlich und gleichzeitig kraftvoll. Es steht für Transformation, für die Spuren des Lebens, für das, was bleibt.
Die Innenansicht zeigt die Verbindung von Bild und Text, die das Buch durchzieht: stille Momente, eingefangen in Fotografie, neben dichten, ehrlichen Gedanken. Diese Dualität prägt das gesamte Werk – visuell und inhaltlich.
Ich arbeite weiterhin täglich daran: schreibe neue Kapitel, überarbeite bestehende, sortiere, lösche und ergänze.
Der Prozess ist intensiv – und notwendig. Denn dieses Buch soll nicht nur erzählen. Es soll Haltung zeigen.
In den kommenden Wochen werde ich Einblicke in weitere Kapitel geben, über den Entstehungsprozess sprechen und einzelne Themen vertiefen, die mich geprägt haben.
INTERVALL ist noch nicht abgeschlossen. Aber es nimmt Form an. Und genau das wollte ich zeigen:
Ein Buch entsteht nicht in einem Moment – sondern im Raum dazwischen.